1. Ausleuchtzone

    Beschreibt die von einem Satelliten auf der Erde abgedeckte Region, in der das Satellitensignal ausreichend stark empfangen werden kann, wenn eine den Anforderungen entsprechend große Satellitenantenne verwendet wird.

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  3. Beam

    Ähnlich einem Lichtstrahl, beschreibt ein Beam den gerichteten Fluss der Radiostrahlung, die von einer Richtantenne aus abgestrahlt wird. Der Bereich in dem die Radiostrahlung auf die Erdoberfläche trifft wird entweder als Footprint oder als Ausleuchtzone bezeichnet. Ein Beam ist beweglich (steerable Beam), wenn andere Zonen der Erdoberfläche mit den Signal ausgeleuchtet werden können.

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  5. Digitales Signal

    Beschreibt ein Verfahren bei dem Informationen in Nullen und Einsen konvertiert werden. Im Vergleich zu einem analogen Signal spart das digitale Signal Bandbreiten. So kann auf einem 36 MHz breiten Transponder ein Multiplex von acht bis zehn Videokanälen im MPEG 2 Kompressionsformat übertragen werden.

  6. DVB

    Bedeutet Digital Video Broadcast und steht für einen Standard zum Senden und Empfangen von digitalen Videosignalen via Satellit, Kabel oder im Rahmen einer terrestrischen Übertragung. Die in Europa durch das ETSI verabschiedeten DVB-Standards DVB-S, DVB-C und DVB-T sind weit verbreitet.

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  8. E.I.R.P

    Equivalent Isotropically Radiated Power. Misst die Stärke eines gerichteten Satellitensignals und wird in der Einheit dBW ausgedrückt. Je höher die E.I.R.P, desto problemloser kann das Signal durch kleine Satelitenantennen empfangen werden.

  9. Empfangsempfindlichkeit

    Die Empfangsempfindlichkeit wird in einem Verhältnis von Gewinn zu Rauschtemperatur angegeben. Die Empfindlichkeit hängt vom Antennengewinn (je größer die Antenne, desto höher der Gewinn) und der Rauschtemperatur des Empfängers ab. Je besser dieses Verhältnis ist, desto geringer kann die Sendeleistung sein. Bei gleicher Sendeleistung lässt sich die Antennengröße reduzieren.   

  10. EPG

    Electronic Program Guide. Ein elektronischer Programmführer der vom Satellitenreceiver angezeigt wird, um die Navigation durch das vielfältige Programmangebot zu erleichtern.

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  12. Frequenz

    Anzahl der Schwingungen eines Signals pro Sekunde. Satellitensignale werden typischerweise in Gigahertz (Milliarden Hertz), kurz GHz, gemessen. Ein Frequenzband umfasst einen Abschnitt des Frequenzspektrums. Das bei Satelliten gebräuchliche Ku-Band liegt in einem Frequenzbereich zwischen 10,7 und 14,5 GHz.

  13. Frequenz-Wiederverwendung

    Beschreibt eine Technik mit der einzelne Frequenzen eines Frequenzbandes mehr als einmal durch einen Satelliten verwendet werden können. Durch die Frequenz-Wiederverwendung kann die Gesamtübertragungskapazität eines Satelliten deutlich erhöht werden. Die mehrfache Frequenznutzung erfordert eine ausreichende Isolierung frequenzgleicher Signale untereinander, um störende Interferenzen zu begrenzen. Die Frequenz-Wiederverwendung kann durch eine unterschiedliche Polarisierung  des Signals (horizontal, vertikal, rechts- oder links drehend) erreicht werden, oder durch den Einsatz von einzelnen kleinen Spotbeams innerhalb der Gesamtausleuchtzone.

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  15. High Definition

    High Definition ist ein Oberbegriff  für hochauflösende digitale Videoformate. Die Bildauflösung wird heute in der Anzahl der Bildpunkte (Pixel) und in Videobereich durch die Anzahl der Bildzeilen angegeben.

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  17. Kopositionierung

    Beschreibt Satelliten die auf der gleichen Orbitalposition betrieben werden, so dass von Boden aus betrachtet kaum ein Winkelunterschied zwischen den Satelliten besteht. Mit kleinen Satellitenempfangsantennen erscheinen die kopositionierten Satelliten an der gleichen Stelle zu stehen. Tatsächlich haben sie etliche Kilometer Abstand zueinander und sind auf unterschiedlich geneigten Flugbahnen unterwegs.

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  19. Leistung

    Bezeichnet die Menge an elektrischer Energie die in ein Gerät eingegeben oder von einem Gerät ausgegeben wird. Die Maßeinheit ist Watt oder dbW. Die Signalstärke auf dem Uplink oder Downlink eines Satellitenkommunikationssystems definiert sich über die Leistung der Funkwelle, die  von der Sendeantenne abgestrahlt wird.

  20. LNB

    Der Low Noise Converter liegt hinter dem Feedhorn einer Satellitenantenne. Er nimmt das Signal auf, sorgt für eine rauscharme Verstärkung und mischt das Signal auf eine niedrigere Zwischenfrequenz (z.B. 950 bis 2150 MHz) herunter, damit es vom Satelltienreceiver weiterverabeitet werden kann.

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  22. MPEG

    Motion Picture Experts Group. Die ISO-Arbeitsgruppe definiert Standards für die generische Quellenkodierung von Video, Audio und Daten, um die Signalübertragung durch Kompression des digitalen Signals zu optimieren. Der 1995 verabschiedete  MPEG2-Standard ist heute für Satellitenübertragungen weit verbreitet. MPEG4 spielt seit 2006 eine große Rolle bei der Sat-Übertragung von HDTV-Programmen. Er komprimiert im Vergleich zu MPEG 2 mehr als doppelt so gut. Weitere Erfolge bei der Signalkompression in einer Größenordnung von 30 bis 40 % werden in den kommenden Jahren erwartet. 

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  24. Nutzlast

    Die Nutzlast eines Satelliten bezeichnet nur die Teile, die zur Erfüllung der Mission erforderlich sind. Für einen Kommunikationssatelliten zählen hierzu die Transponder und die Antennen, nicht aber die Steuerung, Antrieb oder die Stromversorgung. Letzteres gehört zur Satelliten-Plattform - also seiner pysikalischen Struktur.

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  26. Parabol Antenne

    Eine Antenne deren Reflektor parabolförmig ist. Die eingehenden Signale werden reflektiert und punktförmig auf das Feedhorn und den LNB konzentriert. 

  27. Plattform

    Die Plattform eines Satelliten beinhaltet die Steuerung, Temperaturregelung, den Antrieb und die Energieversorgung. 

  28. Polarisation

    Die Polarisation bezeichnet die Ausrichtung einer elektromagnetischen Welle. Die lineare Polarisation kann horizontal oder vertikal erfolgen, daneben gibt es auch eine zirkulare - also drehende - Polarisation, bei der man eine Rechtsdrehung oder eine Linksdrehung unterschiedet.

  29. Top
  30. Satelliten Eclipse

    Während der Tag-Nacht-Gleiche im März und September können geostationäre Satelliten teilweise durch die Erde so abgedeckt werden, dass kein Sonnenlicht mehr auf die Sonnensengel fällt. Diese Schattenzeiten können sich auf bis zu 70 Minuten pro Tag summieren. In diesen Zeiten kommen die Speicherbatterien des Satelliten zum Einsatz, um seine Funktion weiter aufrecht zu erhalten.

  31. Set-Top Box

    Eine Set-Top Box konvertiert externe Signale so, dass die Inhalte auf dem Fernsehbildschirm sichtbar werden.

  32. Stereoskopsisches Bild (3D)

    Normalerweise sehen unsere Augen das gleiche Bild aus zwei leicht unterschiedlichen Winkeln. Um beim Film einen dreidimensionalen Eindruck zu vermitteln, wird jedem Auge nur das entsprechende seitlich leicht versetzte Teilbild dargeboten. Mit Farbfiltern oder Polarisationsbrillen kann so ein Tiefeneffekt erzeugt werden.

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  34. Transponder

    Ein Transponder auf einem Satelliten empfängt Daten und strahlt sie wieder ab. Ein Satelliten- Transponder beinhaltet die Signalverarbeitung und einen Hochleistungsverstärker. Jeder Transponder bedient dabei ein bestimmtes Frequenzspektrum, hier auch Bandbreite genannt.